Wie viele andere Städte auch, ist Nürnberg ebenfalls für traditionsreiche Handwerkskunst bekannt. Die leckerste davon: original Nürnberger Lebkuchen.

 

QUALITÄT NOCH BESSER MACHEN

Michael und Daniel Witte sind nun in der vierten Generation an der Spitze des traditionsreichen Unternehmens Witte Spezialitäten. Mit ihren drei Standorten in Nürnberg exportieren sie ihre Waren in die ganze Welt.

Für sie enorm wichtig, die hohe Qualität all ihrer handgefertigten Produkte aufrecht zu erhalten. Das zeichnet sich einerseits durch die detaillierte Auswahl der Zutaten, als auch durch die ständigen Kontrollen aus. Um in diesem saisonal geprägten, umkämpften Markt weiterhin zu den Top Playern zu gehören, hat sich das Unternehmen entschlossen im ersten Schritt seine Lagerhaltung zu digitalisieren.

 

 

NEUE TECHNOLOGIEN EBNEN NEUE WEGE

Zusammen mit BTI haben wir die vom Fraunhofer Institut entwickelte LPWAN Lösung Mioty bei Witte Spezialitäten installiert. Über die drei Standorte hinweg verteilen sich insgesamt drei Mioty Starter Kits mit jeweils vier Sendergeräten. Jedes dieser Sendergeräte ist mit vier Sensoren ausgestattet. Mit diesen können Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Druck und Schockeinwirkung gemessen werden.

Mit der Installation der Geräte in den Räumen der drei Shops, können wir nun verschiedene Messwerte aufnehmen und visualisieren. Für die unterschiedlichen Räume wurden eigene Grenzwerte hinterlegt, die sich über einen längeren Zeitraum qualitativ auf die Ware auswirken. Wird ein Grenzwert unter- oder überschritten, erfolgt in Echtzeit eine Warnmeldung im IoT Portal und es können direkt Maßnahmen wie Nachregulierung der Heizung oder zusätzliche Luftzufuhr in die Wege geleitet werden. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit aus dem IoT Portal heraus die Wartung des jeweiligen Gerätes zu beantragen.

Durch solche Maßnahmen kann in den Lagerräumen ein konstantes Klima garantiert werden, dass dazu beiträgt, die Qualität der Produkte auch während der Lagerung stets hoch zu halten.

 

 

DIE ZUKUNFT BIETET EINE REIHE AN INNOVATIVEN MÖGLICHKEITEN

Wie viele andere Unternehmen auch, automatisiert Witte Spezialitäten bereits seine Prozesse, um sich stärker auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. Die Implementierung der Sensorgeräte, zusammen mit der Visualisierung aller Geschehnisse in Echtzeit, sind nur ein erster Schritt im Automatisierungsprozess.

Von der temperaturgesteuerten Lüfterregelung, über Predictive Maintenance bis hin zur Feststellung des perfekten Zeitpunktes zur Reinvestition neuer Maschinen, stehen die Türen für das Nürnberger Traditionsunternehmen nun alle offen.

 

Die Digitalisierung der Lebkuchen – Case Study

Es sollte auf der Hand liegen. Wer die Potenziale der Digitalisierung nicht in seine operative und strategische Planung einbezieht, kann schnell das Nachsehen haben.

Die Frage ist: was haben Maschinendaten mit der strategischen Ausrichtung von Unternehmen zu tun? Im Zeitalter des Big Data müssen wir vermehrt darauf achten, dass Datenmassen nicht in Datenbanken verschwinden oder lediglich in Silos gesammelt werden. Sie müssen wertschöpfend ausgewertet, visualisiert und vor allem genutzt werden.

Wertschöpfend bedeutet in diesem Fall, die Daten für vorausschauende Analysen und Entscheidungen zu verwenden. Im Besten Fall in einem Ausmaß, dass sich Kostenreduktionen oder deutliche Mehrwerte erkennen lassen.

WIE SIEHT DAS IM DETAIL AUS?

Nehmen wir als Beispiel den Bau- und Produktionssektor. Ganz konkret geht es in unserem Beispiel um Maschinen, die auf einer Baustelle eingesetzt werden.

Der erste Baustein in diesem Konstrukt ist ein Product Information Management System, in dem historische Daten hinterlegt werden. Das Product Information Management System verwaltet die Grunddaten aller Maschinen mit sämtlichen Leistungs- und Übersichtsdaten wie z.B. Kaufdatum, Preis, Tankgröße, Verbrauch etc.

Nahezu jede Maschine verfügt herstellerseitig über verschiedene Schnittstellen, z.B. in Form von CAN-Bus oder anderen Anschlüssen. Diese können mittels IoT Hardware ausgelesen und detaillierte Echtzeitdaten wie Nutzungszeiten, Messstände, Zustandsdiagnosen und Fehlerausgaben versendet werden. Die IoT Hardware stellt den zweiten Baustein dar.

Bis hierhin ist noch gar nichts wirklich smart.

Verbindet man jetzt diese Echtzeitdaten die das IoT Gerät generiert, zusammen mit historischen Daten aus dem Product Information Management System, gehen wir schon stark in die Richtung smarter Maschinendaten. Visualisiert werden die zusammengeführten Informationen im dritten Baustein, dem Dashboard. Auf einer nutzerfreundlich gestalteten Benutzeroberfläche, werden verschiedene Informationen zu aktuellem und voraussichtlichem Zustand angezeigt. Jeder Nutzer hat dabei Zugriff auf seine individuelle Ansicht, mit relevanten Informationen. Dementsprechend sieht ein Servicemitarbeiter nur Informationen aus seinem Arbeitsbereich und ebenso verhält es sich mit der Buchhaltung oder dem Management.

WAS MACHE ICH JETZT DAMIT?

In erster Linie stehen nun prädiktive Informationen zur Verfügung, die real verwenden werden können. Ein mögliches Szenario wäre nicht nur Wartungskosten oder Neuinvestitionen vorausschauend zu planen, sondern und auch einer überhöhten Auslastung vorzubeugen. Jede Nutzergruppe dieses Dashboards hat individuelle Ansichten und damit die Möglichkeit anhand detaillierter und vorausschauend berechneter Daten optimierte und kosteneffiziente Entscheidungen zu treffen. Jetzt sprechen wir wirklich von smarten Maschinendaten!

WO FANGE ICH AN?

Nun benötigt es eine konkrete Planung und Konzeption um ein solches Modell auch prozesstechnisch, möglichst nahtlos, ins Unternehmen zu integrieren. In der ersten Phase werden die verschiedenen Anforderungen aus den jeweiligen Abteilungen definiert und bereits bestehende Prozesse einbezogen. Im Fokus steht primär die übersichtliche Aufbereitung der Daten. Jeder Nutzer soll schnell und unkompliziert alle für sich relevanten Informationen auf einen Blick haben und daraus zukunftsrelevante Entscheidungen treffen.

Geringe Einstiegskosten für IoT und Telematik, je nach Funktionsumfang 30 € – 150 €, vorausschauend berechnete Daten, übersichtliche Visualisierung im Dashboard – das sind nur einige der Vorteile, weshalb Unternehmen die Nutzung von smarten Maschinendaten in Betracht ziehen sollten.

Bringen Sie mehr PS auf die Straße und lassen Sie Ihre möglichen Potentiale nicht auf der Straße liegen.

Digitalisierung – es vergeht kein Tag, an dem Unternehmen nicht das magische Credo für die Zukunft der eigenen Beständigkeit vor Augen gehalten bekommen. Digitalisierung ist für viele Verantwortliche in Unternehmen nicht greifbar. Ein Wort, ein Begriff, ein Buzzword und nichts Konkretes. Es ist Zeit, die Digitalisierung zu konkretisieren und in Teilbereiche zu gliedern. 

 

WAS BEDEUTET DIGITALISIERUNG FÜR UNTERNEHMEN? 

Der Begriff Digitalisierung beschreibt die Umstellung von händischen Prozessen. Damit sind einerseits die Verknüpfung von Arbeitsweisen miteinander, als auch der unternehmensinterne Austausch von Daten gemeint.

Die Digitalisierung soll die Arbeit für Menschen und Unternehmen erleichtern und verbessern. Darüberhinaus soll ein Arbeitsablauf transparenter und qualitativ auf immer demselben Niveau gehalten werden. Hierdurch wird ein abteilungs- und unternehmensübergreifendes Bild geschaffen, dass einen vereinfachten/verbesserten Daten- und Informationsaustausch ermöglicht.

 

WAS IST DAS INTERNET OF THINGS? 

Wie bei der Digitalisierung auch, geht es bei IoT in erster Linie darum, Transparenz zu schaffen. Bei IoT im Speziellen geht es um die Auswertung, Visualisierung und schlussendlichen Verwendung der aus den Geräten entstehenden Daten. Die Daten werden dabei über das Internet an eine Datenquelle gesendet und sind somit über die Grenzen des Gerätes hinweg verfügbar.

 

IOT AM BEISPIEL EINES THERMOMETERS 

Nehmen wir als Beispiel ein Thermometer in einem Kühlhaus, dass die aktuellen Temperaturen an eine Datenbank übergibt. Der Temperatur-Sensor kann bereits einen Alarm auslösen, wenn die Temperatur sich verändert. Das Unternehmen kann handeln, bevor die gelagerte Ware Schaden nimmt. 

Schaltet man weitere Thermometer dazu, z.B. im Kühlwagentransporter, oder im Supermarktlager, lässt sich die Kühlkette nahtlos überwachen. Eventuelle Temperaturschwankungen, oder Störungen werden zeitlich zuordenbar. Gegebenenfalls kann also eingegriffen werden und z.B. Nahrung aus dem Lager aufgrund eines Bruchs in der Kühlkette entfernt werden bevor ein Schaden entsteht. 

Im Beispiel werden also mehrere IoT-Devices eingesetzt, die Daten an eine zentrale Stelle senden. 

 

WIE SIND DIGITALISIERUNG UND IOT MITEINANDER VERKNÜPFT? 

Spinnen wir das Beispiel weiter, wäre es ebenso möglich zu sehen, welche Lieferung Eier in welcher Produktion verwendet wurden. Ebenso wären Transportprobleme schnellstens nachvollziehbar. Genauso könnte nachvollzogen werden, welche Rohstoffe im Endprodukt, wann im Lagerhaus gekühlt und wann transportiert wurden. Somit könnte bei einem Problem mit den Nahrungsmitteln z.B. die Kühlung ausgeschlossen werden und die Lieferung der Eier als Ursache ermittelt werden. Mit diesem Wissen, können Waren mit der gleichen Rohstofflieferung schnell aus der Produktionskette entfernt werden.

 

IIOT ALS WICHTIGER BESTANDTEIL DER DIGITALISIERUNG IN DER INDUSTRIE

Die Digitalisierung ist also nicht nur das Einführen von Software. Digitalisierung in der Insutrie bedeutet aus verfügbaren IIoT Daten von Maschinen, wie z.B. Stromverbrauchsdaten, im höchsten Maße zu profitieren. Die Anreicherung von Prozessen mit Echtzeitdaten, oder auch die vorausschauende Vorhersage von Zuständen über die Betrachtung von historischen Daten, bieten Unternehmen eine deutliche Erleichterung bei der Wertschöpfung. Gleichzeitig entstehen Einsparmöglichkeiten durch die Vermeidung unvorhergesehener Kosten oder Qualitätsverluste.

IIoT ist also eine “Enabling Technology”. Im Zuge der Digitalisierung sind Unternehmen gut beraten aus IIoT-Technologien Mehrwerte zu generieren. Schnell wird es sich in Bezug auf ROI (Return-on-Investment) und TCO (Total-Cost-Ownership) des Unternehmens rechnen. 

Die Möglichkeiten sind nahazu grenzenlos. In regelmäßigen Abständen werden wir weiter Use Cases aufnehmen.

International gesehen, hinkt Deutschland beim Thema Smart City deutlich hinterher. Auf dem Weg in Richtung Smart City gibt es in Deutschland mehr Herausforderungen, als in anderen Ländern.  Um mit Modellstädten wie Barcelona oder Amsterdam mitzuhalten bedarf es einiger grundlegend verändernder Denkansätze.

 

TECHNOLOGIE ALLEIN MACHT KEINE CITY SMART

Die in den letzten Jahren aufgekommenen Ideen zum Thema Smart City hatten eines gemeinsam – ihren Fokus auf die Technologie. So entstanden, isoliert betrachtet, sehr innovative Produkte auf dem Reißbrett.  Diese Technologiegetriebenheit führte aber zu Insellösungen, die nicht die Bedürfnisse der Bürger wiederspiegelten, sondern eher die Erschließung der Absatzmärkte großer Konzerne.

Die Schlüsselwörter für wirklich sinnstiftende Smart City Konzepte heißen problemorientiertes Denken aus Bürgersicht und vor allem eine Zusammenarbeit mit anderen Kommunen, Städten und Gemeinden. Es geht aber auch um nutzerorientierte Strategien, die Bewohner und Unternehmen in den Kommunen in den Mittelpunkt rückt, entlastet und die Lebensqualität verbessert.

MÖGLICHKEITEN ZUR ENTWICKLUNG SCHAFFEN

Die Herausforderungen, denen sich Städte und Kommunen gegenüberstehen sehen, sind übergreifend betrachtet, sehr ähnlich. Nur ein geringer Prozentsatz hat bereits eine Stabstelle für das Thema Digitalisierung oder gar Smart City. Neben der personellen Besetzung schränken auch finanzielle Möglichkeiten, eine große Gruppe an Entscheidungsträgern, bis hin zu fachfremden Stadträten, bürokratische Regularien, die Komplexität der Ausschreibungsmodalitäten und die politische Ausrichtung eine große Rolle.

Befragt man die Städte nach ihrem Interesse die Attraktivität durch einen Schritt in Richtung Smart City zu steigern, sind sich alle einig: „Ja, wir wollen, da wir auch wissen, dass dadurch echte Mehrwerte für alle Beteiligten geschaffen werden können“.

KONSENS STATT KONKURRENZ

Der Markt entwickelt sich seit über zehn Jahren. Demnach gibt es eine Vielzahl an Lösungsansätzen. Keine Stadt, Gemeinde oder Kommune muss also von Null anfangen. Smart City sollte nicht als Konkurrenzprojekt verstanden werden, sondern als gemeinsamer Invest in die Zukunft. Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren ist die Kommunikation mit anderen Städten und der ständige Austausch gepaart mit einer offenen Fehlerkultur. Je mehr Köpfe zusammenkommen und ihre Erfahrungen und auch Herausforderungen miteinander teilen, desto schneller bewegt man sich in Richtung Lösung.

Smart Cities haben durchaus die Fähigkeit Probleme zu lösen, wenn sie sich als ganzheitliche Perspektive der Stadtentwicklung sehen. Dementsprechend wäre auch ein vorgefertigter Masterplan nach dem Top-Down-Prinzip nicht das Ratsamste, um an das Thema heranzugehen.

GANZHEITLICHE LÖSUNGEN FÜR ZUKUNFTSORIENTIERTE  STÄDTE

Es ist jetzt also nicht notwendig ein teures Consultingunternehmen aufzusuchen. Stattdessen kann sehr schnell, direkt begonnen werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man sich einen Partner sucht, der Erfahrung mitbringt. Hat man einen Ansprechpartner, der die gesamte Lösung integrierbar in die bestehende Struktur, von der Hardware bis zur intelligenten Software bietet, vermeidet man nicht nur Insellösungen, sondern auch Fehlinvestitionen.

Kostenreduktion oder Gefahrenverhütung – jede Kommune hat sein ganz individuelles Ziel , dass  sie mit einem Smart City Konzept verfolgt. Für welche Lösung sich eine Stadt auch entscheidet, sie muss in die bisherigen Prozesse nahtlos integrierbar sein und eine Akzeptanz in der breiten Bevölkerung finden. Denn die beste Smart City Technologie ist am Ende nutzlos, wenn sie nicht genutzt wird.

Die Mehrwerte sind mehrschichtig und könnten zu einem Großteil den Bürgern nicht auffallen. Das ist einerseits gut, andererseits natürlich auch schwierig, da die Entwicklung und Umsetzung Geld kostet. Bei der Entscheidung sollte nie außer Acht gelassen werden, dass durch ein Smart City Konzept viele Abläufe vereinfacht oder gar kritische Situationen verhindert werden können und das steigert sowohl die Attraktivität des Stadtbildes als auch die Zufriedenheit der Bürger.